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Wie PFAS die Leberzellen des Menschen schädigen!

Eine der neuesten Studien zu PFAS hat folgende erschreckende Erkenntnisse ergeben. Hier findest Du die original Studie dazu https://medicalxpress.com/news/2025-09-pfas-disrupt-healthy-function-human.html#google_vignette


Zusammenfassung der Studie: Wie PFAS die Leberzellen des Menschen schädigen!

PFAS („Ewigkeitschemikalien“) reichern sich über Trinkwasser, Lebensmittelverpackungen und Alltagsprodukte im Körper an und stehen schon länger im Verdacht, Leberkrankheiten und Krebs auszulösen.

Untersuchung:

  • verwendet wurden 3D-Lebermodelle aus menschlichen Spenderzellen (je 5 Männer / 5 Frauen).
  • getestet wurden vier PFAS: PFOA, PFHxS, PFOS und PFNA.
  • nach 7 Tagen wurde die Genaktivität (RNA-Sequenzierung) und die Fetteinlagerung in den Zellen gemessen

Ergebnisse:

  1. Alle vier PFAS Arten störten die Signalwege und Immunfunktionen
  2. Fettstoffwechsel:
  • PFOA führte zu mehr Fettproduktion
  • PFHxS ließ die Zellen Fett stärker speichern

3. Krebsassoziierte Veränderungen:

  • PFOS und besonders PFNA lösten Genveränderungen aus, die mit Krebs zusammenhängen
  • Bei PFNA zeigten über 60 % der Zellen solche Veränderungen

4. Geschlechtsunterschiede:

  • PFOA wirkte stärker in weiblichen Zellen
  • PFOS stärker in männlichen Zellen

Bedeutung:

  • PFAS wirken nicht alle gleich, sondern greifen über unterschiedliche Mechanismen an.
  • Manche fördern Fetteinlagerung (Risiko Fettleber), andere begünstigen Krebserkrankungen.
  • Diese Erkenntnisse sind wichtig für Regulierung, Risikobewertung und mögliche Therapien.

Einschränkungen:

  • Es handelt sich um Laborversuche mit relativ kurzen Expositionszeiten.
  • In der Realität sind Menschen Mischungen und niedrigeren Dosen über lange Zeit ausgesetzt.

👉 Kurz gesagt: Die Studie zeigt erstmals detailliert, wie verschiedene PFAS die menschliche Leber auf zellulärer Ebene schädigen, und dass Männer und Frauen unterschiedlich betroffen sein können.


Was sind die praktikablen Konsequenzen im Alltag, um PFAS aus dem Trinkwasser zuverlässig zu reduzieren?

1. Wie kann man die Aufnahme von PFAS vermeiden oder reduzieren?

Trinkwasser ist eine der relevantesten Quellen zur Aufnahme von PFAS.

  • Aktivkohlefilter (insbesondere granulierte Aktivkohle) können nur einen Teil der PFAS zurückhalten, sind aber je nach Kettenlänge unterschiedlich wirksam.
  • Umkehrosmoseanlagen (RO) sind aktuell die zuverlässigste Methode, um auch kurz- und langkettige PFAS aus dem Wasser zu entfernen (inkl. PFOA, PFOS, PFHxS, PFNA, TFA etc.).
  • Mehrstufige Systeme (RO + Aktivkohle + ggf. Ionenaustauscher) bieten die höchste Sicherheit. Dies wird bei Multimembransystemen so wirksam umgesetzt.

Alltagsprodukte vermeiden:

  • Pfannen mit Teflon/PTFE-Beschichtung nur unbeschädigt nutzen oder besser vermeiden.
  • Textilien mit „wasserabweisend / schmutzabweisend“ oder „Outdoor-Imprägnierung“ enthalten oft PFAS.
  • Fast-Food-Verpackungen, fettabweisende Pizzakartons, Einwegbecher → PFAS-Beschichtung möglich.
  • Regelmäßig prüfen: Viele Gemeinden veröffentlichen inzwischen PFAS-Messwerte im Trinkwasser.

2. Relevanz für Wasserfilter-Nutzer

Hochwertige RO-Anlagen wie z. B. die Systeme von WERTACH Quelle sind mehrstufige Systeme und können ab der Performance Ausführung mit 3 Aktivkohleblöcken in Kombination mit einer hochwertige RO-Membran eine hohe Sicherheit bieten.

Wichtig sind:

  • Feinheit der Membran (≤ 0,0001 µm)
  • Nachgeschaltete Aktivkohle-Blockfilter (zur Restadsorption)
  • Regelmäßiger Filterwechsel, sonst sinkt die Wirksamkeit

3. Bedeutung der Studie für die Praxis

Da sich die Schadmechanismen zwischen den PFAS unterscheiden (Fettleber-Risiko vs. Krebs-Risiko), ist eine möglichst vollständige Entfernung aller PFAS sinnvoll.

Für Verbraucher bedeutet das:

  • Wer in einer Region mit PFAS-belastetem Trinkwasser lebt, sollte eine RO-Anlage oder hochwertige Aktivkohlesysteme mit nachweislicher PFAS-Filterung einsetzen.
  • Auch wenn Grenzwerte eingehalten werden, gilt: „So wenig wie möglich aufnehmen“ – denn die Stoffe reichern sich im Körper über Jahre an.

👉 Praktisch heißt das: Wer maximale Sicherheit will, kommt um eine Umkehrosmose mit zusätzlichem Aktivkohle-Blockfilter nach der RO-Membran kaum herum. Dafür eignen sich die Multimembransysteme besonders.


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Bisher gefundenen Konzentrationen im Trink- und Mineralwasser:

Quelle / StudieWasserart / OrtGefundene PFAS-Konzentrationen
UBA-Studie Deutschland, 2022Trinkwasserproben (89 über Deutschland verteilt)Alle Proben unter 100 ng/L (PFAS-20); bei 2 Proben >20 ng/L (PFAS-4)
BUND / BDEW Bericht (Deutschland)Leitungswasser & MineralwasserLeitungswasser: ca. 50–1.100 ng/L; Mineralwasser: ca. 50–200 ng/L
PAN Europe (2024)Mineralwasser Marken in EuropaTFA 50–3.200 ng/L
Grenzwert EU/DE ab 2026Trinkwasser100 ng/L (Summe PFAS-20)
Grenzwert DE ab 2028Trinkwasser20 ng/L (Summe PFAS-4)


🔬 Weitere Studien zu PFAS / Trinkwasser / Umwelt

TitelAutoren / JahrFokus & wichtigste Ergebnisse
Screening for 26 per- and polyfluoroalkyl substances (PFAS) in German drinking waters with support of residentsV. Ingold et al. (2023) (ScienceDirect)Untersuchte 89 Trinkwasserproben in Deutschland; nach 26 PFAS Substanzen. Höchste Einzelsubstanzen: PFHxS ca. 23,5 ng/L, PFOS ~15,3 ng/L, PFHxA ~10,1 ng/L (ResearchGate)
The Global Threat from the Irreversible AccumulationH. P. H. Arp et al. (2024) (PMC)Vergleicht gemessene PFAS in Trinkwasser weltweit; nannte z. B. Medianwerte von 0,08 µg/L in den USA bis ca. 1,5 µg/L in Teilen Deutschlands (PMC)
Factors Influencing Concentrations of PFAS in Drinking WaterC. Gao et al. (2024) (ACS Publications)Messungen in UK und China; Analyse, welche Bedingungen (z. B. Nähe zu Industrie, Wasserquelle etc.) die PFAS-Konzentrationen beeinflussen; quantifizierte zehn PFAS in Leitungswasser und deren Varianz (ACS Publications)
Occurrence and human exposure assessment of PFAS in river and ground/drinking water near fluorochemical production plantC. Xu et al. (2025) (Nature)Gebiet rund um eine Produktionsanlage; ermittelte 17 PFAS, von denen 11 detektiert wurden; Gesamt-PFAS Konzentrationen reichten von etwa 32,8 bis 23.255 ng/L in Wasserproben nahe der Quelle, und sehr hohe Werte (RLs bis ~67.937,9 ng/L) (Nature)
PFAS pollution in European waters (EEA Bericht)Europäische Umweltagentur (2024) (eea.europa.eu)Überblick über PFAS-Verschmutzung in europäischen Oberflächen- und Grundwässern; Daten über PFOS vergleichend zu regulatorischen Schwellenwerten (eea.europa.eu)
Investigating the extent of PFAS contamination in the Upper Danube BasinM. Liu et al. (2025) (SpringerOpen)PFAS Belastung in mehreren Umweltkompartimenten (Flüsse, Grundwasser, Abwasser, Deponiesickerwasser u.a.) in der oberen Donau; Emissionsquellen und Transportwege analysiert; Hinweise, dass Schutzwerte überschritten werden könnten in manchen Teilen (SpringerOpen)
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